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Aktuelle Informationen aus der Diözese von West-Tanganyika
der Anglikanischen Kirche von Tansania


1. Gemeindewachstum:
In der Diözese West-Tanganyika ist es schwierig, die jährliche Statistik über die Zahl der Christen zu erstellen, weil Gott erstaunliche Dinge tut. Am 1. Juli habe ich zum Beispiel in Burega, zur Stadt Kigoma gehörend, eine neue Gemeinde eröffnet. Sie begannen mit 50 Leuten. Nach zwei Monaten waren daraus 250 Gläubige geworden, wobei sich sonntags gelegentlich bis zu 300 Menschen versammeln.

An einem Sonntag im Dezember 2011 habe ich den neuen Bezirk Murusi eingeweiht, der 2004 seinen Anfang nahm. Nach sechs Jahren ist die Zahl der Gemeindeglieder von 207 auf 1600 gewachsen. In keiner unserer Gemeinden hat die Zahl der Gläubigen abgenommen. Ich bekomme Berichte von verschiedenen Superintendenten, die besagen, dass fast jeden Sonntag neue Leute kommen.

Wir haben in unserer Diözese mit der Evangelisation ernst gemacht. Für uns ist das nicht nur eine Möglichkeit unter vielen, für unsere Diözese ist es der große Missionsbefehl unseres Herrn. Dankt Gott mit uns für das große Gemeindewachstum hier bei uns!

2. Kasulu Bibel College
Das Kasulu Bibel College wird von der Diözese geführt und ist eine wichtige, einzigartige Institution. Jedes Jahr werden hier 25 neue Diakone ordiniert; zur Zeit haben wir hier 62 Studenten in der Ausbildung, Männer und Frauen. Für das Gemeindewachstum ist diese Einrichtung unerlässlich.

Es gibt verschiedene Studiengänge: Biblische Studien Theologie, Englisch, Computer, Gesundheitsvorsorge, Landwirtschaft, Mission und Evangelisation, Sonntagsschule, Kurse speziell für Frauen, Jüngerschaft usw.
Die Herausforderung besteht darin, dass einige Studenten aus sehr kleinen Gemeinden kommen und Mühe haben, ihr Studiengeld zu bezahlen. Die Ausbildung eines Studenten kostet umgerechnet 800 US-Dollar. Die Diözese zahlt davon 400 Dollar, und wir erwarten, dass die Gemeinden der Studenten die anderen 400 Dollar beisteuern.
Wir danken Bill und Cathy, die das Internet unterstützen und es dem College so verfügbar machen. Betet für diese Institution.

3. Mütter-Union / Dienst der Frauen
Wer von der Kirche unserer Diözese spricht, kommt an den Frauen und Jugendlichen nicht vorbei. Mehr als 75 % sind Frauen, und 85 % sind junge Menschen zwischen 14 und 45 Jahren. Aber um ganz ehrlich zu sein: Die Frauen sind auch sehr aktiv. Die Anzahl der Frauen in der Mütter-Union steigt von Woche zu Woche. Am Donnerstag dieser Woche hat meine Frau Editha, die eine der Präsidentinnen der Mütter-Union unserer Diözese ist, in der Gemeinde Mtabila 55 neue Mitglieder aufgenommen.

Sie arbeiten hart, um die jungen Mädchen zu unterstützen, die Kinder bekommen, bevor sie heiraten. Sie haben einen Nähkurs, an dem die Frauen ein Jahr lang teilnehmen können. Nach der Ausbildung bekommt jede eine Nähmaschine, damit sie sich selbst unterstützen können. Sie brauchen jedes Jahr 15 neue Nähmaschinen.

4. Gesundheitszentrum
Jon Mhanuzi leistet einen sehr eindrucksvollen Dienst.
Malaria ist in unserm Gebiet eine große Herausforderung. Die tansanische Regierung hat unserer Kirchenorganisation durch das Gesundheitsministerium ihr Vertrauen ausgesprochen. Ich bin dankbar für die 4000 Moskitonetze, die sie uns für den Kampf gegen Malaria zur Verfügung gestellt haben. Wir danken für die Netze für das Leben, für die uns die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt wurden. 600 Netze sind bereits verteilt worden; jetzt warten wir noch auf finanzielle Unterstützung, um die anderen 3400 Netze verteilen zu können. Dabei bedeuten uns 10,- US-Dollar sehr viel. Zehn Dollar retten in Tansania einem Menschen das Leben. Ich bin sehr froh angesichts dessen, was John in unserer Diözese tut.

5. Bildungsarbeit
Eines der Hindernisse bei unseren Entwicklungsprogrammen ist der Mangel an Ausbildung. Die Armut, die man in ländlichen Gebieten antrifft, ist das Ergebnis fehlender Bildung bei vielen Menschen. Es gibt Eltern, die ihren Kindern den Sekundarschulbesuch nicht ermöglichen können.

Gott sei es gedankt: im letzten Jahr erhielten aus unserer Diözese 540 Kinder Stipendien von der El Camino Real Diözese /California/US. Wir hoffen, die Zahl der Stipendien in diesem Jahr auf 600 erhöhen zu können. Was für ein Segen!

Normalerweise geben wir jedem Schüler 100.000 Tz.shs.; für die in Regierungsschulen 50.000 und kommen damit nicht für alles auf. Wir tun was wir können. Jetzt im Jahr 2012 möchte unsere Diözese 10.000.000 Tz.shs. beisteuern als unsern Beitrag zu dem was El Camino Real beiträgt. Das heißt: Für 60 US-Dollar können wir einen Studenten unterstützen.

Es ist mir eine Freude, euch mitteilen zu können, dass St. Andrews Cathedral eine Realschule baut.

6. Schlussfolgerung
Zum Schluss dieses Nachrichtenbriefes aus der Diözese möchte ich Gott danken für die Segnungen, die wir hier erleben. Es gibt noch viele andere gute Dinge, über die zu schreiben hier kein Platz ist.

Wir haben jeweils ein Fahrrad und eine neue Bibel zur Gründung einer neuen Gemeinde eingesetzt, haben also Gemeindegründer mit diesen beiden Waffen ausgesandt – Bike und Bibel. I kann noch bezeugen, dass infolge des Gemeindewachstums überall in der Diözese auch der Bau von Kirchengebäuden gute Fortschritte macht. Zur Zeit befinden sich in der Diözese 23 neue große Kirchen im Bau. Normalerweise kommt die Gemeinde für den Rohbau, das heißt die Wände auf, während die Diözese für das Dach zuständig ist. Aber jetzt muss ich all denen, die regelmäßig für uns beten, doch noch mit einer Bitte kommen, nämlich darüber nachzudenken, wie sie die explodierenden vielen neuen Dächer mit unterstützen können: Je nach Größe der Kirche macht das 1.500 bis 2.000 US-Dollar aus.

Vielen herzlichen Dank Ihnen allen und mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Neues Jahr,

Ihr Ihnen verbundener

Rt. Rev. Sadock Y. Makaya
Bischof der Diözese West Tanganyika
Kasulu, Tanzania