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Tabora ist einer der über 30 Verwaltungsbezirke von Tanzania.
Benannt ist die Region nach der Stadt Tabora.
Im 18. und 19.Jahrhundert war die Stadt im Landesinnern Sammel- und Umschlagsplatz für den Sklavenhandel. Von hier aus wurden die langen Sklavenkarawanen nach Bagamoyo, Pangani und Sansibar zu den bekannt berüchtigten Sklavenmärkten an die Ostküste geführt. Erst 1890 wurde der Sklavenhandel mit dem Beginn der deutschen Kolonialherrschaft unterbunden. Nach den Vorstellungen der deutschen Kolonialherren sollte Tabora wegen seiner zentralen Lage Hauptstadt von ganz Ostafrika werden. Ensprechend wurden die Eisenbahnbindungen geplant und gebaut.

Doch aus diesen Plänen wurde nichts. Die nachfolgende britische Kolonialmacht hatte andere Pläne und Vorstellungen. Tabora verlor an Bedeutung. Lediglich der alte Bahnhof, die Schule und einige andere Verwaltungsgebäude zeugen mit ihrem typischen Baustil von den wenigen Jahren deutscher Kolonialgeschichte. Heute vermittelt der Ort mit seinen sandigen und asphaltlöchrigen Straßen, den armseligen Häusern, den kleinen Läden eher den Eindruck einer verlassenen und unbedeutenden Provinzstadt. Kaum vorstellbar, dass hier einmal der Knotenpunkt Ostafrikas vorgesehen war. Die kleine Fokker Friendship der Air Tanzia landet zweimal wöchentlich, wenn sie überhaupt fliegt. Ebenfalls zwei bis dreimal wöchentlich hält die Eisenbahn auf ihrem langen Weg von der Küste zum Tanganyika See, meistens in den Nachtstunden. Die Reisenden, die Tabora nicht kennen und den Aufenthalt verschlafen, versäumen nicht viel.
Tabora gehört zu den wenig bedeutsamen Orten des Landes, abseits der entwickelten Regionen.
Schon seit Jahren bestehen von Seiten der MMH / MMS Verbindungen zur Tabora Region, zum einen zu der 1989 neugegründeten anglikanischen Diözese, zum anderen zu der Druckerei des Benediktiner-Ordens in Kipalapla, vor den Toren der Stadt gelegen. Da die Diözese noch Jung ist, verfügt sie nicht über alte gewachsene Verbindungen und Beziehungen, auch nicht nach Übersee. Finanzielle Mittel sind nur in sehr begrenztem Masse vorhanden.
Dies hat manchen Vorteil. Die Menschen in den Gemeinden sind nämlich zuerst auf ihre eigenen Kräfte angewiesen. Diese gilt es zu aktivieren. Die Gemeinden sind materiell arm, aber reich an Begeisterung und Motivation. Gute Voraussetzungen für eine Community Health Arbeit. So war es für uns naheliegend, Möglichkeiten und Wege zu suchen, den Menschen bei ihren Bemühungen um bessere Lebensbedingungen und ihrem Wunsch nach Entwicklung zu helfen. Community Health Arbeit. So war es für uns naheliegend, Möglichkeiten und Wege zu suchen, den Menschen bei ihren Bemühungen um bessere Lebensbedingungen und ihrem Wunsch nach Entwicklung zu helfen. Im Vordergrund steht die Selbstverantwortung und die Eigninitiative der Menschen, ihre Probleme aus eigener Kraft zu lösen. Man beginnt zu begreifen, Entwicklung geschieht durch ganzheitliche Veränderung. Dabei wollen wir mithelfen.


>>weiter: Gemeinde- und Missionsarbeit Tabora - Anglikanische Dözese