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Nachrichten aus der St. Philip Klinik

Siehe, ich bringe ihnen Gesundheit und Heilung, und ich werde sie heilen; und ich werde ihnen sowohl Frieden und Wahrheit gleichermaßen offenbaren. (Jer.33,6)

Das St. Philip Gesundheitszentrum wurde durch die Gesundheitsabteilung unserer Diözese gebaut und 2002 eröffnet. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Gesundheit zu fördern und die Gemeinwesen zu stärken und zu befähigen, sich selbst zu engagieren. Es ermutigt Familien und Einzelpersonen, mehr Kompetenzen zu erwerben und sich so weit wie möglich auf eigene Ressourcen zu verlassen.

Die Klinik hatte als Langzeitziel, ein Zentrum zu werden, wo die Menschen sich freiwillig auf HIV/Aids untersuchen und beraten lassen können. Die Klinik hat für das Personal eigene Schulungskurse durchgeführt, die von staatlichen Ausbildern geleitet wurden. Danach standen 14 neue Ausbilder zur Verfügung, allein acht, die zu unserer St. Philips Klinik gehören. Dringend notwendige Baumaßnahmen konnten im Januar 2007 durchgeführt werden, sodass wir zwei neue Beratungszimmer einweihen konnten. Täglich kommen sechs bis zehn Hilfesuchende hier her. Gleichzeitig konnten wir das Laboratorium in einem größeren Raum unterbringen, so dass wir unsere Untersuchungsmöglichkeiten ausweiten können.

Die Klinikarbeit ist durch ein mobiles Behandlungs- und Beratungszentrum erweitert worden. Das zielt auf den gesamten Tabora-Distrikt. Das Ziel ist, den Gesundheitsstandard allgemein anzuheben, und zwar durch die Behandlung akuter Fälle, durch Untersuchungen und Schulung und um vorbeugende Maßnahmen immer weiter auszubauen. Ende 2006 begannen wir mit der mobilen Klinik. Zurzeit besucht ein kleines Team das rund 60 km entfernte Dorf Mwakashindye jeden Samstag, falls die Straßenverhältnisse das erlauben. Der Dienst wird sehr geschätzt, besonders der an den Neugeborenen. Im Durchschnitt behandeln wir bei jedem Besuch zwischen 60 und 100 Patienten. Während der letzten Monate ist die Zahl stark angestiegen – bis auf 178 Patienten an einem Tag. Immer mehr Menschen kommen auch, um sich im Blick auf HIV untersuchen und beraten zu lassen. Während der nächsten Monate wollen wir zehn Grundschulen im Bereich unserer Diözese besuchen und Kurse zur Gesundheitsvorsorge, Hygiene und HIV/Aids durchführen.

Über die Departements für Kinder-, Jugend- und Frauenarbeit sowie unsere Mitarbeiter- Schulungsstätte wäre noch manches Wichtige zu berichten. Aber so viel erst einmal für heute.

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Rundbrief mit aktuellen Informationen (Januar 2008)
Frau Dr. Ruth Hulser und St. Philips-Team / Leiterin Abteilung Medizinische Dienste der Anglikanischen Diözese von Tabor


Liebe Freunde der St. Philip-Gesundheitsdienste,

Wir danken Euch vielmals für alle Eure Unterstützung. Seit unserem letzten Rundbrief konnte vieles erreicht werden.

St. Philip
Seit Ende letzten Jahres hat die Zahl der Patienten stark zugenommen.Bei vergleichsweise viel mehr Patienten wurden Krankheiten diagnostiziert, die durch sexuelle Praktiken übertragen werden; dadurch wurde das Risiko einer HIV-Infektion reduziert.Wir haben wöchentlich spezielle Kliniktage für Patienten mit Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Diabetes. (Nur wenige Menschen können sich auf chronische Erkrankungen hin untersuchen lassen bzw. wissen, wie sie damit umgehen sollen.)Trotz der erhöhten Patientenzahlen arbeiten wir immer noch mit einem kleinen finanziellen Defizit, was damit zu tun hat, dass die Regierung die Gehälter für Ärzte und Schwestern in allen NGO-Gesundheitseinrichtungen verdreifacht hat.
Wir haben unser Labor verlegt, um es erweitern zu können. Zurzeit sind wir dabei, die Möglichkeiten für Leber- und Nierenuntersuchungen auszuweiten. In der gesamten Tabora-Region (ca. 1,8 Millionen Menschen) werden sonst keine Dienste in dieser Form angeboten.

HIV-Arbeit
Dank entsprechender Bekanntmachungen ist im Verlauf des letzten Jahres die Nachfrage nach HIV-Beratung rapide angestiegen. Wir haben jetzt zwei vollzeitlich angestellte Berater und mussten zwei zusätzliche Räume speziell dafür bauen.Wir haben zum Beispiel einen Seminarraum eingerichtet, in dem gegen ein geringes Entgelt HIV-Berater in speziellen Kursen ausgebildet werden, damit sie mehr Patienten auf HIV/AIDS untersuchen können. Das hat eine großzügige Spende aus Australien ermöglicht.
Für bereits ausgebildete HIV-Berater haben wir einen zweiwöchigen Folgekurs durchgeführt, an dem sieben Klinikangestellte und vier Berater von außerhalb teilgenommen haben. Wir planen, in Zukunft weitere solche Kurse anzubieten.
Wir möchten weiterhin kostenlose HIV-Tests anbieten, was eine wirkliche Herausforderung ist, denn die Untersuchungen sind teuer, und wir bekommen weder dafür noch für die Gehälter der Berater spezielle Unterstützung.

Mobile Klinik
Während der letzten zwölf Monate haben wir in einem Ort mit fünf weiteren Ortsteilen einen regelmäßigen Besuchsdienst eingerichtet. Das Team unserer Klinik muss 15 Kilometer der 60 Kilometer langen Strecke querfeldein fahren. Dort bieten wir Impfungen und Gesundheitschecks für Kinder an, Fürsorge für Mutter und Kind nach der Geburt, Laboruntersuchungen und medizinische Behandlungen in einer Grundschule.Im Verlauf des Jahres haben wir über 1000 Impfungen durchgeführt, 1500 Patienten behandelt und 300 Mütter mit ihren Kleinkindern betreut. (Die meisten dieser Patienten hätten sonst keinerlei Hilfe dieser Art bekommen, weil Arztbesuche vom Dorf aus teuer und schwer zu bewerkstelligen sind.)Wir haben im Zentrum des Dorfes gerade ein Haus gekauft, und nach einigen baulichen Veränderungen werden wir es anstelle der Schule in Verbindung mit unserer mobilen Klinik benutzen. Das wird es uns ermöglichen, auch während der Woche und nicht wie bisher nur an den Wochenenden dorthin zu fahren, um so besser mit der steigenden Nachfrage fertig zu werden.Wir prüfen zurzeit die Möglichkeit, unsere Dienste auch in anderen Orten anzubieten und sind bereits in zwei Dörfern gewesen.

Klinikangestellte
Zwei Mitarbeiter für unsere Klinik hat uns die Regierung zur Verfügung gestellt – eine
Krankenschwester mit Hebammenausbildung und einen Verwaltungsangestellten.Unser Klinikteam setzt sich wie folgt zusammen: Neben meiner Arbeit in der Klinik bin ich auch etwas in der Administration tätig; drei Klinikangestellte sind im ärztlichen Dienst tätig; zwei sind Schwestern/Hebammen, vier Assistenzschwestern; vier arbeiten im Labor, zwei in der Aufnahme und zwei sind Wachleute im Teilzeitdienst. Zudem haben wir Freddy Malaso wieder eingestellt, der gerade sein Diplom in Entwicklungsplanung bekommen hat. Außer dass er die Hauptlast der administrativen Arbeit übernehmen wird, ist er der richtige Mann für die Weiterentwicklung unserer Außenarbeit in den unterversorgten Dörfern der Diözese.

Pläne für die zukünftige Weiterentwicklung der Arbeit
Finanzen
Unsere Klinik wurde so konzipiert, dass sie sich finanziell selbst tragen und, falls möglich, Gewinne erwirtschaften sollte, mit denen Aufgaben angepackt werden sollten, die sich finanziell nicht selbst tragen können. Wir sind äußerst dankbar für alle finanzielle Unterstützung, die wir bekommen und für das Mittragen unserer Arbeit im Gebet. Und wir möchten Sie bitten, weiterhin für uns zu beten.

Ihre dankbaren
Dr. Ruth Hulser und das St. Philips-Team