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Primary Health Care in Tanzania

Grundgedanken für Ansätze einer Primary Health Care (PHC) Ausrichtung des Gesundheitssystems in Tanzania finden sich schon in der Arusha – Deklaration von 1967. Als Grundlage der Nationalen Gesundheitspolitik wird die Idee des Ujamaa propagiert.
(Ujamaa: abgeleitet von Swahili ´jamaa `= „Klan, Großfamilie“ dient in Tanzania als politischer Begriff für den afrikanischen Sozialismus. Ujamaa will im Geist der afrikanischen Großfamilie ein neues Bewusstsein für das Gemeinwesen schaffen und baut auf den Prinzipien der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung auf.
Zu dieser Zeit waren die staatlichen Gesundheitsdienste als Folge der Kolonialzeit kurativ orientiert und organisiert (Behandlung, Krankenhäuser, Ambulanzen, Medikamente, Operationen, klinische Medizin). Die kurativen Einrichtungen wie Krankenhäuser und Ambulanzen zentrierten sich vorwiegend in den städtischen Gegenden. Die Gesundheitsversorgung in den ländlichen Regionen war weniger entwickelt, obwohl 80 % der Bevölkerung dort lebte. Es waren vor allem die Einrichtungen der Mission und der Kirchen, die gerade die abgelegenen Bereiche des Landes versorgten.
Die Schwerpunkte der staatlichen Gesundheitspolitik lagen in den folgenden Jahren in der Verbesserung der ländlichen Entwicklung und im Schwergewicht auf präventiven (vorbeugend) und promotiven (Bemühungen, die Bevölkerung zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren) Ansätzen .

Die Deklaration von Alma Ata (1978) war für Tanzania nur eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

Die Ziele der Regierung sahen vor:

Einrichtung eines Hospitals in jedem Distrikt
Einrichtung eines Health Centre je 50 000 Einwohner
Einrichtung einer Dispensary je 10 000 Einwohner
Einrichtung eines Dorfgesundheitsposten je Dorf in Tanzania

1980 lebten 72 % der Bevölkerung nicht weiter als 5 km von einer Gesundheitseinrichtung entfernt. Weitere 20 % lebten im Abstand von 5-10 Km. Die Zahl der sog. Frontline Health Workers“ wie Medical Assistants, Rural Medical Aids, Krankenschwestern, Health Assistants, Maternal Child Health Aids wurden ausgebildet. Programme wie z.B. Mutter- Kind-Vorsorge (Mother - Child - Health Services) Expanded Programms Immuninzation (Impfprogramme) Tuberkulose und Lepra-Kontrollprogramme wurden begonnen und ausgebaut. Ebenso begann man mit der Ausbildung von Village Health Worker (Dorfgesundheitshelfern).
Viele dieser Vorhaben konnten nicht umgesetzt werden und führten nicht zum Erfolg.
Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig, z.T. lag und liegt es an den schlechten ökonomischen Rahmenbedingungen, an der der fehlenden Infrastruktur und den mangelhaften Kommunikationsmöglichkeiten. Auch wurden und werden nach wie vor kurative Einrichtungen wie die Krankenhäuser in den städtischen Zentren bevorzugt und dabei periphere Gesundheitszentren für die Basisversorgung der ländlichen Regionen vernachlässigt.

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