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Global Health - International Health

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Foto: F.Pfluegl, Fotolia


Auf die Einzigartigkeit des ärztliche Berufes und der medizinischen Wissenschaft weist der Düsseldorfer Medizinhistoriker und Soziologe Alfons Labisch hin: „Die Medizin ist nicht allein deswegen eine einzigartige Disziplin, weil sie durch, weil sie auf die leiblich / körperlichen Grundtatsachen menschlicher Existenz wirkt. … Die Medizin ist vielmehr auch im Kanon der Wissenschaften eine einzigartige Disziplin. Sie umfasst das gesamte Spektrum von den theoretischen Grundlagenwissenschaften bis zur alltäglichen medizinischen Praxis, vom naturwissenschaftlichen Erklären bis zum individuellen Verstehen, von den (labor-)wissenschaftlichen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit bis zum Heilen des Kranken, zum Betreuen des Leidenden, zur Hilfe für den Sterbenden.“

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Labisch beschreibt die Gefährdung des ärztlichen Berufes und der Medizin in der Neuzeit, wenn er formuliert: „Das eigentlich Ärztliche jedoch, der Umgang mit den hilfsbedürftigen und kranken Menschen und immer mehr auch der Umgang mit ratsuchenden gesunden Menschen, scheint außerhalb des Spektrums der Medizin zu geraten. Das ärztliche Handeln im eigentlichen Sinne verschwindet allmählich aus dem Kanon medizinischer Wissenschaft, medizinischer Praxis und medizinischer Ausbildung.“ Die Medizin müsse sich darauf besinnen, dass ihr Handeln auf Menschen gerichtet ist- sei es der hilfsbedürftige Kranke, seien es gesundheitlich gefährdetet Gruppen oder auch gesellschaftsbezogene Aufgaben der Gesundheitssicherung.
Einen Ausweg sieht Labisch darin, „dass die Medizin, die Ärzteschaft wieder eine – den neuen Bedingungen angemessene – ärztliche Kunst, die Kunst eines auf den Menschen gerichteten Handelns entwickelt.“ Diese Rückbesinnung müsse in entsprechendem ärztlichen Denken und Handeln, in einer entsprechenden Organisation der Gesundheitssicherung und in einer entsprechenden ärztlichen Ausbildung verwirklicht werden.

Alfons Labisch,
Homo Hygienicus, Gesundheit und Medizin in der Neuzeit, Frankfurt, New York 1992


In seinem letzten Buch schreibt der
Arzt, Lyriker und Dichter Hans Carossa (1878 -1956) einmal: „Die Frau war meine Patientin und vielleicht der Mensch, der mich am meisten brauchte; das ist gewiß die stärkste Bindung, die es im Leben gibt“.

(Der Tag des jungen Arztes, 1955)


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