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Ärzte warnen: Schlimmste humanitäre Katastrophe im Kongo

Das Einzugsgebiet der neu erbauten Ambulanz in Bugamba am Tanganyika-See erstreckt sich bis in das Nachbarland Kongo. Für viele Flüchtlinge aus dem Kongo ist die neue Ambulanz die erste Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen.

Folgende aktuelle Nachricht entnahmen wir einer der letzten Ausgaben der „Ärzte-Zeitung“ (9.1.06):

Untersuchung von US-Medizinern / Vier Millionen Tote seit Beginn des
Bürgerkriegs im Jahre 1998

NEW YORK (dpa). Der Bürgerkrieg in Kongo ist nach einer Feldstudie von
US-Medizinern die schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg.
Der Konflikt im ehemaligen Zaire habe seit 1998 fast vier Millionen
Menschenleben gekostet, berichtet das Team um den New Yorker Arzt Richard
Brennan vom International Rescue Committee (Lancet 367, 2005, 44). …

Weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit sterben in dem
zentralafrikanischen Land jeden Monat 38 000 Menschen durch die Folgen des
Krieges, in den zeitweise auch mehrere Nachbarländer verwickelt waren….

Die Gruppe um Brennan besuchte 19 500 Haushalte in fast allen Provinzen des
Landes und erstellte eine Todesfallstatistik. Demnach sterben in Kongo 40
Prozent mehr Menschen als in den anderen Ländern südlich der Sahara, die mit
ihrer Sterberate vor allem durch Aids weltweit an der Spitze stehen.
Im Zeitraum der Untersuchung von April bis Juli 2004 registrierten die Ärzte 600000 zusätzliche Todesfälle - und damit etwa doppelt so viele wie durch den
Tsunami in Südasien, wie Evelyn Depoortere von der Pariser Organisation
Epicentre in einem Begleitkommentar betont.
Die meisten Menschen starben nicht durch direkte Folgen der Gewalt, sondern an
vermeidbaren Krankheiten, gegen die behandelt werden kann, betonen die Ärzte.
Jeder zweite Tod gehe auf unsauberes Trinkwasser, Mangel an Impfstoffen und
angemessener Behandlung bei Fieber, Malaria, Durchfall sowie Atemwegsinfektionen
zurück. Jedes zweite Kind ist mangelernährt. Direkte Waffengewalt ist Ursache
für jeden dritten Todesfall.
In einem leidenschaftlichen Appell wenden sich die Mediziner an die Vereinten
Nationen und die Industrieländer, die Kongokrise nicht länger zu "ignorieren",
sondern den Menschen dort umgehend die dringend benötigte humanitäre Hilfe
zukommen zu lassen.

Dispensary Bugamba

Die Frage, ob und ggfls. wie die MMH/MMS der Bitte nachkommen soll, beim Aufbau eines Gesundheitsarbeit im Nachbarland Kongo mitzuhelfen, ist noch nicht endgültig entschieden und muss vor dem o.g. Informationen neu überdacht werden. (Bild rechts: die neue Dispensrary in Bugamba - erste Anlaufstelle für Flüchtlinge aus dem Kongo)
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