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Anteil der 60-Jährigen an der Bevölkerung

Region Jahr über 60-Jährige  
    Prozent Gesamt
Welt 2005 10,4 672.386
  2050 21,7 1.968.153
Afrika 2005 5,2 47.416
  2050 10,0 192.884
Asien 2005 9,3 364.861
  2050 23,6 1.231.237
Lateinamerika 2005 8,8 49.340
und Karibik 2050 24,1 188.652
Europa 2005 20,7 150.591
  2050 34,5 225.373

Quelle: World Population Prospects, The 2004 Revision, 2004

Die Welt altert — auch die Entwicklungsländer

Schon heute gibt es weltweit 672 Millionen Menschen über 60 Jahren. Der Trend zur Alterung macht auch vor Entwicklungsländern nicht Halt. Die Voraussetzung für eine gute Versorgung der künftigen Generation der Alten ist angesichts fehlender sozialer Sicherungssysteme denkbar schlecht.

Wenn die Weltbevölkerung im Jahr 2050 den UN-Prognosen zufolge die 9-Milliarden-Marke überschreitet, wird es auf der Erde knapp zwei Milliarden Menschen geben, die über 60 Jahre alt sind. Vier Fünftel von ihnen werden in Entwicklungsländern leben. Die weltweite Alterung wird nicht nur die einzelnen Staaten, sondern auch die internationale Entwicklungszusammenarbeit vor große Herausforderungen stellen.
Nach Ansicht von Frederick Fenech, dem Direktor des International Institute on Ageing (INIA) der Vereinten Nationen auf Malta, besteht die dringende Notwendigkeit, gerade ältere Menschen in Programme zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) einzubinden. Dem Faktor Alter müsse ein ebenso hoher Stellenwert wie der Armutsbekämpfung eingeräumt werden, so Fenech.
Es sei ein Mythos, dass gesellschaftliches Altern vor allem ein Problem der Industriestaaten ist. Schon jetzt leben etwa 60 Prozent aller über 60-Jährigen in den Entwicklungsländern, bis 2050 werden es 80 Prozent sein. UN-Prognosen zufolge wird zu diesem Zeitpunkt der Anteil der Alten an der Bevölkerung in den Entwicklungsländern von derzeit acht auf 20 Prozent angestiegen sein.
Während sich der Alterungsprozess im Norden über einen längeren Zeitpunkt erstreckte, vollzieht er sich in asiatischen Ländern wie China und Indien in atemberaubender Geschwindigkeit. Die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt beherbergen jetzt schon mehr als ein Drittel aller älteren Menschen weltweit.
Die Voraussetzungen der Entwicklungsländer, mit den altersbedingten Verschiebungen der Bevölkerungsstrukturen zurecht zu kommen, sind denkbar schlecht. Anders als in den Industriestaaten, wo für die meisten Senioren der Lebensabend weitgehend gesichert ist, sind die Alten in den Entwicklungsländern zu einem Leben in Armut verurteilt. Die Mehrzahl ist in den ländlichen Gebieten zu Hause, wo die wirtschaftliche Not an größten ist.
Die zunehmende Lebenserwartung der Weltbevölkerung, von der lediglich die Menschen südlich der Sahara aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation und der HIV/Aids-Epidemie ausgeschlossen sind, hat zur Ausprägung des Phänomens der vierten Generation geführt: der Altersgruppe der über 80-Jährigen. Für viele arme Familien werden die Greise, wenn sie nicht mehr arbeiten können und hinfällig werden, zur finanziellen Last.
„Während die Industriestaaten zuerst reich und dann arm wurden, altern die Entwicklungsländer, bevor sie reich werden", erklärt Fenech das Ausmaß der Probleme, die auf die Länder des Südens in den kommenden Jahren zukommen werden.
Karina Böckmann Quelle: IPS, 8. März 2005.



Quelle:DSW [newsletter] mai.2005
Mit freundlicher Genehmigung

Siehe auch: Scherbaum, Helmut,“Greying World“- Altern – eine Herausforderung auch in Übersee ?
In:
„Geht hin und heilt!“- Zeichen der Freundlichkeit Gottes- Porta Studie 20, Francke-Verlag Marburg 2002