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Afrika: Jugendliche wollen mehr Sexualaufklärung

Junge Menschen in Afrika südlich der Sahara wollen sich vor ungewollten Schwangerschaften und HIV/Aids schützen, brauchen jedoch die Unterstützung ihrer Länder.
Die meisten Jugendlichen in den Ländern Afrikas südlich der Sahara sind sich der bestehenden Gesundheitsrisiken wie HIV/Aids durchaus bewusst. Häufig fehlt ihnen jedoch das Wissen darüber, wie sie sich vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus oder ungewollten Schwangerschaften schützen können. Um diesem Missstand zu begegnen, müssten die Regierungen der Länder den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen sowie das Beratungsangebot ausbauen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Alan Guttmacher Institute, für die mehr als 20.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in Burkina Faso, Ghana, Malawi und Uganda befragt worden sind.

Vertrauen in offizielle Beratungsstellen

Dabei zeigte sich, dass die jungen Menschen vor allem der professionellen Beratung durch medizinische Einrichtungen, Ärzte, Lehrer oder Krankenschwestern vertrauen. In Uganda beispielsweise sagten mehr als die Hälfte der Befragten, sie würden gern mehr über die verschiedenen Verhütungsmethoden, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten von ihren Lehrern, von ausgebildetem Gesundheitspersonal sowie aus den Massenmedien erfahren. Nur ein Drittel der Jugendlichen würde sich mit Fragen an Familienmitglieder und nur ein Fünftel an Freunde wenden.

Trotz ihres Bedürfnisses nach Aufklärung zögern viele Jugendliche, entsprechende Beratungseinrichtungen aufzusuchen. Die meisten von ihnen schämen sich oder können sich die angebotenen Dienstleistungen schlichtweg nicht leisten. Andere wiederum wissen nicht, wo sich die nächste Klinik befindet, in der sie Verhütungsmittel erhalten oder sich behandeln lassen können.

Mehr Engagement der Regierungen gefordert

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass die Länder Afrikas mehr auf die Bedürfnisse der jungen Bevölkerung eingehen müssen. Gerade in den Schulen sollte mehr Sexualaufklärung angeboten werden. Regierungen müssten vor allem Kindern aus armen Familien den Schulbesuch ermöglichen, indem sie beispielsweise Eltern durch Hilfsgelder beim Kauf von Schuluniformen und Lernmitteln unterstützen.

Darüber hinaus müsse das Gesundheitssystem ausgebaut und den Bedürfnissen junger Menschen angepasst werden. Hierfür sei es erforderlich, Berater speziell für die Aufklärung Jugendlicher auszubilden. Außerdem müssten Kliniken ihre Dienstleistungen unmittelbar in die Gemeinden tragen, um so sozial und kulturell geprägten Auffassungen entgegen zu wirken, die es jungen Menschen erschweren, Gesundheitsdienstleistungen und Beratung anzunehmen.

Größte Jugendgeneration aller Zeiten

Etwa 1,8 Milliarden Menschen und damit 27 Prozent der Weltbevölkerung sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 10 und 24 Jahren. Damit leben heute mehr junge Menschen auf der Welt als je zuvor, die meisten von ihnen (ca. 85 Prozent) in Entwicklungsländern. Besonders jung sind die Bewohner Afrikas: Hier ist ein Drittel aller Menschen im Alter zwischen 10 und 24 Jahren.
Quelle: Alan Guttmacher Institute: Young People Need Help in Preventing Pregnancy and HIV; How will the World Respond, August 2007.

Entnommen: DSW [news] August 2007, mit freundlicher Genehmigung