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Nur die Hälfte der Frauen in den ärmsten Ländern entbinden in Gesundheitseinrichtungen

Jedes Jahr sterben mehr als 287.000 Frauen weltweit infolge von Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt, schätzungsweise drei Millionen Neugeborene überleben die ersten 28 Tage nicht. Die Mehrheit dieser Todesfälle könnte verhindert werden, wenn Frauen Zugang zu einer fachgerechten Gesundheitsversorgung erhielten.

Das geht aus der Studie "Adding it Up: The Need for and Cost Maternal and Newborn Care - Estimates for 2012" des Guttmacher-Instituts hervor.
Im Jahr 2012 hatten 44 Millionen Frauen keinen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen – 36 Millionen allein in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Zwar stieg zwischen 2008 und 2012 der Anteil der Frauen in Entwicklungsländern, die in Gesundheitseinrichtungen ihr Kind zur Welt brachten, von 55 auf 64 Prozent. Die regionalen Unterschiede sind allerdings enorm: Während in Ostasien mit 99 Prozent nahezu alle Frauen in Krankenhäusern oder Gesundheitsstationen ihr Kind bekamen, sind es in Ostafrika mit 44 Prozent nicht einmal die Hälfte der Frauen. Der ungedeckte Bedarf an der Versorgung Schwangerer liegt in den 69 ärmsten Ländern der Welt bei 49 Prozent, während er im Rest der Entwicklungsländer lediglich sechs Prozent beträgt.

Zur Studie (englisch)
>>>> www.guttmacher.org/pubs/AIU-MNH-2012-estimates.pdf