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Die Wurzel wird zerstampft

Zur

Gesundheitsversorgung:
1.000 Frauen schlossen sich dem Demonstrationszug einer Kampagne des Weißen Bandes an. Sie will darauf
hinweisen, dass viele Schwangere und Säuglinge sterben, weil es an guter Gesundheitsversorgung fehlt. Die Frauen fordern, dass die Zahl der Hebammen und Gynäkologen um 100 % gesteigert wird. Im Augenblick entbänden in Tanzania 54 % der Frauen ohne fachgerechte Versorgung. Vor allem in den Dörfern stürben viele infolge vermeidbarer Probleme.

Gewalt gegen Frauen:
In einer Erklärung des Verbandes der Medienfrauen (TAMWA) heißt es, noch immer würden die Zeitungsartikel beherrscht von Berichten über Vergewaltigung, Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane, Tötung älterer Frauen und Überfälle auf Frauen. "Die Regierung muss rasch handeln und dauerhafte Lösungen finden für solche Bedrohung, reagiert sie doch auch auf andere das Leben bedrohende Probleme, die bewaffneten Überfälle z. B.."Fem-Act, eine Bewegung die die Rechte der Frauen, Gleichheit der Geschlechter, Demokratie und Entwicklung fördert, äußerte: "Wir sind besorgt, denn anscheinend überdecken die sich häufenden Vorfälle von Raubüberfällen die Gewalt gegen Frauen. Sie ist genau so gefährlich, denn sie verletzt die Menschenrechte."

Zu den Rechten und Sitten:
Zwei Witwen aus der Shinyanga Region beantragten beim High Court, das Gewohnheitsrecht abzuschaffen, das sie der Rechte beraubt, ihren verstorbenen Ehemann zu beerben; es sei diskriminierend und deshalb nicht verfassungskonform. Die Eingabe war vom Women's Legal Aids Centre vorbereitet und im Namen der beiden Frauen eingereicht worden. Laut Gewohnheitsrecht dürfen Frauen nichts vom Vermögen ihres Ehemannes erben, auch nicht von einem Sohn. Onkel und männliche Verwandte haben das Vorrecht. Für Frauen ist die Möglichkeit, ihren eigenen Lebensstil zu leben, sehr begrenzt. Das Gesetz zwingt sie, immer von ihren Kindern und männlichen Verwandten abhängig zu bleiben. Eine Witwe wird praktisch gezwungen, einen Angehörigen der Großfamilie zu heiraten, damit man ihr erlaube, im eigenen Haus zu bleiben. Beschließt sie, außerhalb der Großfamilie zu heiraten, läuft sie Gefahr, aus diesem vertrieben zu werden.

Zur Rolle der Frauen:
Salma Kikwete, Gattin des Präsidenten, sagte: "Viele Familien vernachlässigen die Bildung der Mädchen. Wir überanstrengen sie mit Hausarbeit u. a., während die Jungen lernen können. Dann tadeln wir sie wegen schlechter Noten. Das muss aufhören. Die Mütter können dafür sorgen." Sind sie selbst nicht in der Lage, mehr zu lernen, müssten sie zusehen, dass ihre Töchter zu Bildung kommen. "Die Zeit der Versklavung von Mädchen ist vorüber, denn wir sind alle gleich." Ihre Würde erhalte die Frau nur, wenn sie bei Führungsaufgaben konkurrieren könne und die Frauen vorbehaltenen Sitze abgeschafft seien. Sie erniedrigten die Frauen, ließen glauben, sie seien nicht fähig, ihre Ziele selbst zu erreichen. "Wenn wir angestrengt lernen, benötigen wir keine den Frauen vorbehaltenen Sitze, denn wir sind fähig und wir sind klug." De jetzigen Regierung gehörte Ministerinnen an, die bedeutende Ressorts bekleideten wie Finanzen, Äußeres, Erziehung.

Bei einem Workshop zur Thema 'Frauen und Entscheidungsfindung, Gleichheit und Kampf gegen Armut' an de Dar-es-Salaamer Universität, an dem Abgeordnete, Akademikerinnen, Aktivistinnen für Frauenfragen und Medien teilnahmen, wurden die Frauen aufgerufen, sich um führende Posten verschiedener Sparten zu bewerben, obwohl das patriarchale System ihr Fortkommen behindere. Die Teilnehmerinnen tauschten sich über ihre Erfahrungen bei verschiedenen Wahlen aus: Es gebe viele Hindernisse, wenn sich eine Frau um eine politischen Posten bewerbe Es fehle die Unterstützung anderer Frauen, das Vertrauen der Männer. Die Frauen erlebten Diskriminierung. Trotzdem sollten sie nicht verzagen, es immer wieder versuchen, sagte eine CCM Vertreterin.

Entnommen Tansania-Informationen 05/06
Mit freundlicher Genehmigung